Klimawandel im Alpenraum – seine Auswirkungen auf Natur und Gesellschaft

Veranstaltungsreihe Klimawandel in der Schweiz

Der Alpenraum ist Lebensraum und Transitzone zugleich. Vor zirka 4000 bis 5000 Jahren (jüngeres Neolithikum) haben die Menschen zunehmend von ihm Besitz genommen und in Sedimenten ihre Spuren hinterlassen. Im Vortrag wird zuerst demonstriert, dass die von der Sonne angetriebene Wärme-Kraft-Maschine Erde dauernd einen Energieaustausch zwischen Aequator und Pol vollziehen muss, um wesentliche Teile ihrer Oberfläche für Mensch und Biosphäre bewohnbar zu machen. Dann wird gezeigt, dass langfristige Klimaschwankungen auf der Zeitskala von Jahrtausenden bis Jahrzehnten sowohl durch natürliche Schwankungen als auch durch Veränderungen oder Störungen des Energiegleichgewichtes der Erde aufgetreten sind. In vorindustrieller Zeit geschah dies durch Veränderungen der Erdbewegung oder der Leuchtstärke der Sonne, aber auch als Folge starker tropischer Vulkanausbrüche. In der Gegenwart ist der Einfluss durch Treibhausgasemissionen, Luftfremdstoffe und Oberflächenveränderungen immer bedeutender geworden. Die unterschiedliche Gewichtung dieser Schwankungsursachen führte zur Entstehung der Eiszeiten oder zu wärmeren Phasen während der alpinen Erstbesiedlung oder der Römerzeit. Heute erreichen die Gletscher in etwa gerade die Minimalstände dieser Warmperioden.

Kurs-Nr.

19W-706

Datum

13.11.2019

Tag

Mi

Dauer

Mi 13.11.2019
19:30 – 21:30 h

Preis

CHF 15.00

Anzahl Plätze

6 – 30

Standort

Aula, Oberstufenzentrum, Schwarzenburg

Kursleitung

Heinz Wanner, Prof. em. Dr., Geograf und Klimaforscher, Oeschger-Zentrum für Klimaforschung der Universität Bern

Preis

Standard CHF 15.00
Veranstaltungsreihe CHF 0.00

Kursdaten

Mi 13.11.2019 19:30 – 21:30